Autonome Reinigungsmaschinen in den Hallen, Drohnen im Einsatz an der Gebäudefassade und ein Reinigungsroboter als Publikumsmagnet: Die Clean Pro Expo hat neue Technologien der professionellen Reinigung unmittelbar erlebbar gemacht. Vom 15. bis 17. September brachte die internationale Fachmesse für Reinigungstechnologien und -lösungen in Friedrichshafen rund 4 200 Fachbesucherinnen und -besucher mit 187 ausstellende Unternehmen zusammen. In zwei Messehallen und auf dem Freigelände wurde die Bandbreite der professionellen Reinigung erlebbar – mit zahlreichen Möglichkeiten zum Testen, Netzwerken und fachlichen Austausch. „Die Premiere hat gezeigt, dass die Clean Pro Expo als Branchentreffpunkt und Austauschplattform funktioniert. Die Resonanz bestätigt uns, dass Friedrichshafen mit seiner Lage in der Vierländerregion der richtige Standort für ein solches Format ist“, resümieren Messegeschäftsführer Klaus Wellmann und Projektleiter Holger Ewald.
Premiere trifft auf Bedarf im Süden
Dass die Clean Pro Expo mit ihrem Standort in Friedrichshafen einen Bedarf in Süddeutschland und den angrenzenden Märkten trifft, bestätigen auch die teilnehmenden Unternehmen. „Wir sind in Süddeutschland stark aufgestellt, daher ist Friedrichshafen für uns ein optimaler Ort“, berichtet Simone Bäumer, Vorstandsvorsitzende bei der Highclean Group eG. Auch für den Fachgroßhandel für Reinigungs- und Hygienetechnik Vogt GmbH ist die Region ein wichtiges Verkaufsgebiet. „Gerade hier im Süden hat eine solche Veranstaltung gefehlt. Viele unserer Kunden haben uns auf der Messe besucht, weil Friedrichshafen für sie gut erreichbar ist“, bestätigt Uli Zoller, Geschäftsführer bei Vogt GmbH. Ähnlich fällt die Bilanz von Chadlin Wells, kaufmännischer Leiter bei Jeikner GmbH & Co. KG, aus: „Friedrichshafen ist für uns ein sehr guter Standort, weil wir hier unter anderem Kontakte aus dem Raum München sowie aus der Schweiz und Österreich erreichen.“
Praxis und Fachwissen im Fokus
Neben den Ausstellerständen ermöglichte die Demo-Area den Fachbesucherinnen und -besuchern, Reinigungsmaschinen und Robotik-Lösungen unter realitätsnahen Bedingungen zu erleben und sich direkt mit den Herstellern auszutauschen. Die Vortragsbühne im Foyer Ost lieferte fachlichen Input zu aktuellen Themen der professionellen Reinigung. Ein durchgängiges Programm widmete sich an allen drei Messetagen unter anderem den Themen Digitalisierung, Automatisierung, Nachhaltigkeit sowie den Herausforderungen rund um Personal und Fachkräftesicherung. Die Hospitality- und Networking Lounges schufen zusätzlichen Raum für Gespräche und den fachlichen Austausch und wurden von den Teilnehmenden gut angenommen. „Sie boten eine gute Möglichkeit, sich für ausführliche Fachgespräche zurückzuziehen“, berichtet Uli Zoller. Das bestätigt auch Simone Bäumer: „Die Lounges haben uns sehr gut gefallen. Insgesamt war die Atmosphäre familiär, fachlich und sehr angenehm.“
Persönlicher Austausch schafft Mehrwert
Besonders die Qualität der Fachkontakte und die intensiven Gespräche vor Ort werden von den Ausstellern positiv hervorgehoben. Stefanie Faigle, Marketing Managerin International bei Wetrok AG betont dabei den Mehrwert der direkten Produktpräsentation, den es nur auf Messen gibt: „Auf einer Messe können wir zeigen, wer hinter dem Unternehmen und unseren Produkten steht, die Anwendung unserer Maschinen direkt demonstrieren und unsere Qualität erlebbar machen.“
Auch für junge Unternehmen wie Tepto Robotics hat der persönliche Austausch einen hohen Stellenwert. „Natürlich netzwerken wir viel online und über soziale Kanäle, aber auf einer Messe kommt man noch einmal schneller persönlich miteinander in Kontakt und trifft auch Menschen, mit denen man bisher nur digital vernetzt war“, bestätigt Geschäftsführer Tobias Wiebe. Das Spektrum habe dabei von anderen Herstellern und Partnern bis zu Endkunden gereicht. „Die Gespräche und auch das konkrete Kaufinteresse waren sehr gut“, sagt er.
Von hochwertigen Fachkontakten berichtet ebenfalls Stefan Lehmann, Sales Manager Europa bei Edi Baur AG: „Besonders gefreut hat uns der Austausch mit zahlreichen nationalen und internationalen Dienstleistern, die großes Interesse an unseren Produkten gezeigt haben“, erklärt er.
Auch die konkrete Geschäftsanbahnung stimmt die Aussteller positiv: „Wir haben unser Ziel bei der Lead-Generierung bereits am zweiten Messetag übertroffen“, berichtet Chadlin Wells vom Unternehmen Jeikner. „Gerade für unsere Investitionsgüter sind Messen sehr wichtig, weil Interessenten die Produkte vor Ort live erleben und direkt ausprobieren können“, ergänzt er.
Die Resonanz auf die Premiere zeigt sich auch mit Blick auf die Fortsetzung. Mehrere Aussteller signalisierten bereits während der Veranstaltung, 2028 wieder nach Friedrichshafen kommen zu wollen. „Wir sehen großes Potenzial in der Veranstaltung“, resümiert Stefanie Faigle. Die nächste Clean Pro Expo findet vom 12. bis 14. September 2028 statt.